Herausforderung mit Engagement angepackt
Sanierung unter Betrieb, enge Platzverhältnisse, spezielle Bauvorgänge, geringe Lärmemissionen; die Anforderungen bei der Sanierung des Parkhauses Hohe Promenade in Zürich waren hoch. Das Generalplaner-Team von Jauslin + Stebler Ingenieure AG hat diese Herausforderung mit grossem Engagement gepackt.

Der Umsetzung der Projektziele „Verbesserung der Zugänglichkeit, eine attraktive Gestaltung mit einer umfassenden Sanierung“ standen Randbedingen gegenüber, die Planer wie Unternehmer forderten. Zwischen Oktober 2010 und November 2011 wurde das Parkhaus Hohe Promenade in Zürich unter Betrieb komplett saniert und die Zugänglichkeit verbessert.
Das von 1964-1968 erbaute und von 1992-1994 teilweise erneuerte, fünfgeschossige Parkhaus liegt unterirdisch und wird von mehreren Bauwerken umgeben. Im Südosten des Untergeschosses verläuft der 85 Meter lange Olgastollen Richtung Bahnhof Stadelhofen. Bis anhin wurde dieser Stollen als Parkfläche für Dauermieter sowie für deren Zufahrt genutzt. Als Verbindung zum Bahnhof Stadelhofen sowie als zweiten Zugang wurde der Olgastollen für den Autoverkehr geschlossen und für die Fussgänger zugänglich gemacht. Das Parkhaus hat seinen Hauptzugang an der Rämistrasse und wird über eine 75 Meter lange Fussgängerpassage mit den Parkflächen verbunden. Der Wunsch nach einem überblickbaren und behindertengerechten Zugang konnte mit der Absenkung des bestehenden Fussgängertunnels erfüllt werden. Der Fussgängertunnel kann auf seiner gesamten Länge uneingeschränkt eingesehen werden. Die bestehende Überwachungszentrale lag in der Mitte dieser Fussgängerverbindung und verfügte nur eingeschränkt über Tageslicht. Im Rahmen der Sanierungsarbeiten wurde sie neu in die vorhandene Stützmauer an der Rämistrasse, zwischen den Einfahrten Hirschengraben und Rämistrasse, integriert. | |
Die Parkgeschosse wurden in ihrer Tragstruktur nicht verändert, zudem gewährleisten zwei neue Liftanlagen beim bestehenden Fluchttreppenhaus Ost eine behindertengerechte, vertikale Erschliessung der Parkgeschosse.
Das hohe Verkehrsaufkommen an der Rämistrasse durfte durch Bauarbeiten nicht behindert werden. Der Einbau der gesamten Überwachungszentrale erfolgte deshalb von oben. Wegen der nahe gelegenen Kantonsschule musste bei lärmintensiven Arbeiten, insbesondere beim Abbruch, zudem auf den Schulbetrieb Rücksicht genommen werden.

Neben den Roh- und Ausbauarbeiten wurden auch die gesamte Haustechnikanlage und das Parkhausmanagementsystem komplett erneuert. Eine ansprechende Farbgestaltung gibt der Sanierung einen attraktiven Abschluss.
Eckdaten
Bauzeit: Oktober 2010 bis November 2011
Projektierungszeit: 13 Monate
Gesamt-Baukosten: CHF 20 Mio.
Gesamte Parkingfläche: ca. 18’000 m2
Total Anzahl Parkplätze: 556
Das GP-Team